Welpen
Wieviel Bewegung braucht ein Welpe / Junghund?
Viele
Hundebesitzer sind der Ansicht, dass der Hund viel Bewegung braucht.
Ja, das stimmt bei einem ausgewachsenen Hund. - Aber: Ein Welpe oder
Junghund braucht keine zusätzliche Bewegung. Jede zusätzliche Bewegung
kann den Welpen oder Junghund schaden. Ein Welpe läuft den ganzen Tag
seinem Besitzer oder Besitzerin nach, z.B. von der Küche in die Stube,
in den Garten und wieder zurück. So bekommt der Welpe oder Junghund
genügend Bewegung und braucht keine zusätzliche, wie Spaziergänge und
wilde Spiele usw.
Das zuviel an Bewegung kann zu
Dys-Funktionen führen, mithin zu Dysplasien am gesamten Skelett des
Hundes und reichen von ganz leichten und vielfach klinisch unerkannt
bleibenden Verlaufsformen bis zu schweren Deformationen. Da am
Hüftgelenk die dynamischen und statischen Kräfte der Bewegung an
stärksten sind, kommt es hier zwangsläufig zuerst zu Verformungen bzw.
Dysplasien. Eine Dysplasie kann aber auch an allen anderen Gelenken
auftreten und man würde sie in mehr oder weniger schwerer Form bei
allen Hunden finden, wenn man nicht nur die Hüftgelenke röntgen würde.
Eine Fausregel lautet: Pro Lebenswoche eine Minute Bewegung, d.h. ein 15-wöchiger Welpe darf 15 Minuten pro Tag bewegt werden. Überlegen Sie
sich - was sind 15 Minuten - nämlich gar nichts, die 15 Minuten hat
er sich schon längst bewegt, allein schon mit dem Nachlaufen.
Ein Appenzeller Sennenhund ist mit 1 1/2 Jahren ausgewachsen, dann dürfen Sie mit ihm ausgedehntere Spaziergänge unternehmen. Wenn er eine gute Kondition aufgebaut hat steht auch einer Bergwanderung oder Velotour nichts mehr im Wege.